Das Pflegebündnis Ulm veranstaltete am 24.06. eine Online-Diskussionsrunde unter dem Titel “Quo Vadis Altenpflege?” Ilka Steck, Altenpflegerin, Mitarbeitervertreterin und ver.di-Aktive, stellte die jüngsten gesetzlichen Neuerungen in der Altenpflege vor.

Nach dem Scheitern des bundesweiten Tarifvertrags für die Altenpflege kommt sie zum Fazit: “Die kürzlich anstatt dessen beschlossene Last-Minute-Pflegereform ist eine Mogelpackung für Pflegekräfte und Angehörige. Die Neuerungen sind kein großer Wurf.” Während einerseits Dumpingtarifen Tür und Tor geöffnet wird, ist die Senkung der Eigenanteile der Angehörigen an den Heimkosten minimal. Mechthild Lauer vom Kreisseniorenrat pflichtet dem bei: “Die neuen gesetzlichen Regelungen sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Pflegeversicherung muss dringend grundlegend reformiert werden. Ihre schon bestehende soziale Schieflage wird durch den demografischen Wandel dramatisch verstärkt werden.”

Einig waren sich die Teilnehmer:innen der Diskussion darüber, dass für die Verbesserung der Situation in der Altenpflege alle zusammenstehen müssen: Träger, Angehörige und allen voran die Beschäftigten selbst. “Organisiert euch!” war der Appell von Ilka Steck. Interessierte sind beim nächsten Termin des Pflegebündnisses am 22.7. herzlich willkommen. Es geht an die Vorbereitung von Politiker:innen-Gesprächen zur Bundestagswahl.